Photovoltaik im Winter: Funktioniert die Solaranlage auch bei wenig Sonne?
16. Oktober 2024
Viele stellen sich die Frage, ob eine Photovoltaik-Anlage im Winter sinnvoll ist. Die Antwort lautet: Ja. Auch wenn die Tage kürzer sind und die Sonne weniger intensiv scheint, erzeugen Solarmodule zuverlässig Strom. Für Unternehmen bedeutet das: Energiekosten senken, CO₂-Fußabdruck verkleinern und unabhängiger vom Strommarkt werden. Entscheidend sind jedoch die richtige Auslegung und ein Blick auf den Winterertrag.
Funktioniert eine Photovoltaik-Anlage im Winter wirklich?
Viele glauben, dass eine Solaranlage im Winter kaum Energie liefert. Tatsächlich ist es so: Photovoltaik funktioniert auch bei Kälte, Nebel oder bedecktem Himmel. Moderne Module nutzen nicht nur direkte Sonnenstrahlen, sondern auch diffuses Licht. Das bedeutet: Auch an trüben Wintertagen fließt Solarstrom, auch wenn es weniger als im Sommer ist. Spannend: Bei niedrigen Temperaturen arbeiten PV-Module sogar effizienter als an heißen Sommertagen.
Wie funktioniert eine Solaranlage?
Eine Solaranlage, genauer gesagt eine Photovoltaik-Anlage, besteht aus mehreren Solarmodulen. Diese wandeln Sonnenlicht direkt in Strom um. Herzstück sind Halbleitermaterialien wie Silizium, die bei Lichteinstrahlung Gleichstrom (DC) erzeugen. Damit dieser im Gebäude genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist werden kann, wandelt ein Wechselrichter den Strom in Wechselstrom (AC) um. Wer zusätzlich Stromkosten senken will, speichert überschüssige Energie in einem Batteriespeicher oder nutzt ihn über eine bidirektionale Wallbox wie der CUBOS BC11 direkt im E-Auto.
Worauf sollte man im Winter besonders achten?
Damit eine Photovoltaik-Anlage auch im Winter zuverlässig Strom liefert, kommt es vor allem auf die Ausrichtung der Module an. In Deutschland gilt: Eine Ausrichtung nach Süden bringt die höchsten Erträge. Der richtige Neigungswinkel ist dabei entscheidend, weil die Sonne im Winter flacher steht. Bereits bei der Installation wird das berücksichtigt, weil eine nachträgliche Anpassung in der Regel nicht möglich ist.
Optimaler Neigungswinkel für Photovoltaik
Je nach Standort und Dachausrichtung unterscheiden sich die empfohlenen Winkel leicht. Die folgende Tabelle zeigt, welche Neigung im Winter besonders sinnvoll ist:
Standort | West / Ost | Süd-West / Süd-Ost | Süd |
Deutschland | 0–15° | 25–35° | 30–40° |
Norddeutschland | 0–15° | 25–40° | 30–45° |
Süddeutschland | 0–15° | 25–35° | 30–40° |
Was mindert den Ertrag einer Solaranlage im Winter?
Im Winter können verschiedene Faktoren die Leistung einer Photovoltaik-Anlage verringern. Dazu zählen vor allem Schnee, Eis und Laub auf den Modulen. Liegt etwas auf den Solarzellen, kann das Sonnenlicht nicht ungehindert auf die Oberfläche treffen und der Ertrag sinkt.
Wer Schnee oder Blätter entfernt, sollte unbedingt vorsichtig vorgehen. Am besten eignen sich weiche Besen oder Laubbläser. Gewalt oder harte Werkzeuge können die Oberfläche beschädigen. Wichtig zu wissen: Den Neigungswinkel einer Anlage lässt sich später nicht mehr verändern. Deshalb wird er bei der Installation bereits optimal für Sommer und Winter festgelegt.
Regelmäßige Wartung im Winter
Damit eine Photovoltaik-Anlage auch in der kalten Jahreszeit zuverlässig Strom liefert, ist eine regelmäßige Wartung sinnvoll. Fachbetriebe prüfen dabei unter anderem:
Module auf Schnee und Eis: Entfernen, bevor es zu längeren Ertragseinbußen kommt.
Kontrolle auf Schäden: Frost kann Kabel und Module belasten.
Reinigung: Feuchtigkeit im Winter begünstigt Schmutz- und Staubablagerungen.
Während kleinere Aufgaben wie Schneeräumung bei gut zugänglichen Anlagen selbst übernommen werden können, sollte eine professionelle Wartung durch einen Fachbetrieb erfolgen. So lassen sich mögliche Schäden rechtzeitig erkennen und langfristig hohe Erträge sichern.
Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage auch im Winter?
Ja, auch im Winter lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage. Zwar sind die Tage kürzer und die Sonne scheint schwächer, doch moderne Module wandeln auch diffuses Licht zuverlässig in Strom um. Typisch ist ein Ertrag von rund 10 bis 30 Prozent der Sommerleistung. An klaren Wintertagen können die Werte sogar überraschend hoch ausfallen. Ein weiterer Vorteil: Bei niedrigen Temperaturen arbeiten PV-Module besonders effizient, sodass ein Teil der geringeren Sonnenstunden ausgeglichen wird.
Wie hoch ist der Ertrag einer Solaranlage im Winter?
Der Ertrag hängt stark von Standort, Ausrichtung, Neigungswinkel und Wetter ab. Grundsätzlich gilt:
Zeitraum | Erwarteter Ertrag pro kWp |
Mai – August (Sommer) | ca. 900–1.200 kWh |
November – Februar (Winter) | ca. 90–360 kWh |
Übergangsmonate (Apr./Sep.) | ebenfalls hohe Werte |
Damit ist klar: Auch wenn der Winterertrag geringer ausfällt, trägt er spürbar zur Jahresbilanz bei. Unternehmen profitieren zusätzlich, wenn die Anlage mit einem Batteriespeicher kombiniert wird. So lässt sich Solarstrom vom Tag in die Abendstunden verschieben. In Verbindung mit einem Energiemanagementsystem wie CUBOS.Energy wird der Eigenverbrauch weiter optimiert und die Abhängigkeit vom Strommarkt sinkt.
Häufige Fragen zu Photovoltaik im Winter
Funktioniert Photovoltaik auch ohne Sonne? Ja. Solarmodule erzeugen nicht nur mit direkter Sonneneinstrahlung Strom, sondern auch mit diffusem Licht wie bei Nebel oder bewölktem Himmel. Der Ertrag ist geringer, aber die Anlage arbeitet trotzdem zuverlässig.
Wie viel Strom produziert eine Solaranlage im Winter? Im Schnitt liegt der Winterertrag bei etwa 10 bis 30 Prozent der Sommerleistung. Je nach Standort, Neigungswinkel und Wetter können es mehr oder weniger sein.
Muss man Solarmodule im Winter reinigen? In den meisten Fällen nicht. Schnee rutscht bei einer passenden Neigung von selbst ab. Nur wenn sich hartnäckige Schichten oder viel Laub festsetzen, kann vorsichtig mit weichen Hilfsmitteln nachgeholfen werden.
Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage trotz kurzer Wintertage? Ja. Wichtig ist die Jahresbilanz: Sommerüberschüsse gleichen den geringeren Winterertrag aus. Mit Speicher und Energiemanagementsystemen steigt die Wirtschaftlichkeit zusätzlich.
Kann Frost die Solaranlage beschädigen? Photovoltaik-Anlagen sind robust und auf extreme Witterung ausgelegt. Regelmäßige Wartung sorgt dafür, dass Kabel, Steckverbindungen und Module auch bei Minusgraden zuverlässig arbeiten.
Photovoltaik ist auch profitabel im Winter
Auch in der kalten Jahreszeit arbeiten Photovoltaik-Anlagen zuverlässig. Zwar sind die Erträge geringer als im Sommer, doch die Jahresbilanz bleibt positiv. Mit der richtigen Ausrichtung, einem Energiemanagementsystem und einem Speicher lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen und die Wirtschaftlichkeit noch steigern.
Sie möchten wissen, wie hoch der Ertrag einer Solaranlage für Ihr Unternehmen wäre? Dann informieren Sie sich über Photovoltaik auf unserer Website oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf.